6. Todestag von BARBARA SZLACHETKA (17.05.1956 - 24.11.2005)

Heute vor genau sechs Jahren, am 24.11.2005, um 11.41 Uhr starb Barbara Szlachetka.

Sie starb so, wie sie es sich gewünscht hatte: würdevoll, zu Hause (nämlich in unserer gemeinsamen Wohnung) und umgeben von ihren wichtigsten Menschen.

Mehr als 16 Monate lang hatte sie seit der Diagnose im Juli 2004 gegen den Krebs angekämpft, hatte Höhen und vor allem Tiefen, Hoffnungen und Ängste erlebt und wusste seit dem 05.01.2005, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen, sondern den Tod nur hinauszögern konnte.

Bis zum Juli 2005 war sie neben der Chemotherapie noch (insgesamt 27) Marathons und Ultras gelaufen, wobei diese Lauftage für sie Lebensqualität pur und zugleich Urlaub von Krebs und Therapie waren.

Damals erlebte ich, wie treffend mein im April 2004 erstmals formuliertes Motto "Jeder Lauf ist ein Geschenk!" wirklich war. Für Basia war jeder Schritt, den sie noch laufen konnte, wirklich ein Geschenk.

Ihre letzten Laufschritte legte sie am 16.08.2005 in Kaltenkirchen zurück. Damals begleitete sie Helmut Braun und mich auf den letzten zwei Kilometern meines 1000. Marathons/Ultras. Bei diesen letzten Kilometers meines Jubiläums hatte sie, obwohl ihr dies niemand mehr zugetraut hätte, unbedingt an meiner Seite sein wollen.

24.11.11 11:41, kommentieren

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‚Jeder Lauf ist ein Geschenk’ – ALSTERTAL WALDDÖRFER (Hamburger Abendblatt) vom 23.11.2011

ALSTERTAL WALDDÖRFER (Anzeigenmagazin des Hamburger Abendblatt), November 2011, erschienen am 23.11.2011, Seite 20/21, Autor: Lutz Wendler

Jeder Lauf ist ein Geschenk

Wahrscheinlich finden nirgendwo jedes Jahr so viele Marathonläufe statt wie an den Volksdorfer Teichwiesen. Mehr als 850 waren es in den vergangenen elf Jahren. Organisiert werden die Veranstaltungen von dem Mediziner Christian Hottas, der mehr als 1770 Marathons absolviert hat und damit den Weltrekord hält

Wer am Wochenende an den Volksdorfer Teichwiesen spazieren geht, hat gute Chancen, einer kleinen Gruppe von Läufern zu begegnen, die gleichmäßig und unermüdlich wie Uhrwerke Runde um Runde ihre Kreise ziehen. Wahrscheinlich entdeckt der Spaziergänger auch einen Campingtisch mit Getränken, Obst, Keksen und sogar ein paar Süßigkeiten darauf, der am Weg steht und an dem die Sportler sich laufend verpflegen.

Wem all das zum ersten Mal auffällt, der mag sich über den offenbar gut vorbereiteten Lauf in gemäßigtem Tempo ein wenig wundern. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass er darauf kommt, gerade Zuschauer eines offiziellen Marathonlaufs zu sein - ja, dass alle Teilnehmer hier erstaunliche Marken gesetzt haben und dass sogar ein Weltrekordler unterwegs ist. Und das an einem Ort, an dem vermutlich mehr Marathonläufe im Jahr als irgendwo anders stattfinden.

Verantwortlich fürs Ganze ist vor allem besagter Weltrekordläufer, der fast jedes Mal am Start ist. Christian Hottas, Hausarzt und Sportmediziner in Sasel, hat mehr als 1770 Marathonläufe absolviert. Pro Jahr kommen mindestens 120 dazu. Am 3. August hat der 55-Jährige den bisherigen Rekordhalter Horst Preisler (76) - er ist ebenfalls Hamburger - überholt, und es ist unwahrscheinlich, dass seine eigene Bestmarke demnächst übertroffen wird, denn Hottas läuft und läuft und läuft ...

Die Volksdorfer Teichwiesen spielen dabei eine wichtige Rolle. Christian Hottas hat dort seit dem 29. September 2000 mehr als 850 Marathonläufe organisiert. Der 2,583 Kilometer lange Rundkurs war bereits von Mitte der 80er-Jahre an für den jährlichen Silvesterlauf (10 Kilometer) genutzt worden. Die sehr aktive Hamburger Läuferszene hatte dabei rasch erkannt, dass der idyllische Ort im Wald mit seinem günstigen Streckenprofil und einem idealen Untergrund auch für die volle Marathon-Distanz geeignet sei.  Insbesondere für den exklusiven „Club der 100“, dessen  Mitglieder Marathonläufe „sammeln“, boten sich die Teichwiesen an. „Wir suchten einen Ort in Hamburg, um nicht an vielen Wochenenden im Jahr unterwegs sein zu müssen. Viele Wettbewerbe waren weit entfernt. Oft waren wir am Montag danach mehr vom Fahren als vom Laufen kaputt“, erzählt Hottas, der den „„Club der 100“ gegründet hat und zeitweilig dessen 1. Vorsitzender war.

Christian Hottas ist seinen ersten Marathon im April 1987 in Hamburg gelaufen. Seine persönliche Bestzeit erreichte er mit 2:59:20 Stunden 1990 in Schwerin. Er war ein extremer Extremsportler, doch seine Haltung zum Laufen hat sich vollkommen verändert, seit er 2005 seine Partnerin, die an Krebs erkrankt war, verlor. „Sie war eine exzellente Ausdauerläuferin, Europarekordlerin im 48 Stunden-Lauf. Doch wenn es um Leben und Tod geht, spielt all das keine Rolle mehr. Das war eine belastende, sehr intensive Zeit, als ich sie begleitet habe“, sagt Christian Hottas. Danach hat er darüber nachgedacht, ganz mit dem Laufen aufzuhören - und einen Weg gefunden, wie es weitergehen kann. „Ich habe das entspannte Laufen wiederentdeckt. Das ist auch eine Form von Therapie, man kriegt den Kopf dabei frei“, sagt er. 

Hottas verlegte sich auf schöne und originelle Strecken, bis hin zu derart Ausgefallenem wie Sechstage- oder 250-Meilen-Läufen. Und er begann, gemeinsam mit Freunden auch Läufe in Hamburg und Umgebung zu organisieren, manchmal auch noch etwas weiter weg - „alles Fun- und Erlebnismarathons“, wie er sagt. Zum Beispiel den Lauf im Alten Elbtunnel, der bereits ein Klassiker ist. Oder die Insel- und die Brückenmarathons. Nicht zu vergessen die „Lost Places“-Läufe wie zum Beispiel in Altenwerder, auf einer inzwischen demontierten Rhein-Brücke oder an der nie in Betrieb genommenen U-Bahn-Station Beimoor hinter Großhansdorf („die grüne Hölle von Beimoor“ ).

Das Wichtigste aber ist inzwischen der Spaß. Hottas: „Es ist für mich Lebensqualität, wenn wir zusammen laufen. Das ist kein Wettbewerb mehr, der Langsamste bestimmt das Tempo. Dabei klönen wir, planen neue Läufe, oder ich führe mit Kollegen Fachgespräche - das ist dann quasi eine private Medizinfortbildung.“

Das Ganze ist „hochgesund“, sagt der Arzt Hottas: „Der Akku ist bei diesem geringen Tempo nicht so leer, denn die orthopädische und die Herz-Kreislauf-Belastung beim Marathon hängt mit der Laufgeschwindigkeit zusammen. Was wir machen, ist optimales Training - zum Beispiel für sehr lange Läufe.“ Hinzu kommt das Naturerlebnis, das auch an den Teichwiesen nichts von seinem Reiz verloren hat: „Das ist hier ein Kleinod, das zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten hat. Außerdem kann ich auf der vertrauten Strecke wunderbar abschalten.“ Christian Hottas kann das Mitmachen nur empfehlen - gemäß seinem Motto: „Jeder Lauf ist ein Geschenk.“
/wend

INFO: Die Teichwiesen-Marathons haben im Schnitt nur etwa sechs Teilnehmer. Neue sind immer willkommen. Kostenbeitrag 5 Euro. http://teichwiesen.myblog.de

27.11.11 23:07, kommentieren

Idestrup / Falster / DEN – Falster Jagtmarathon am 20.11.2011 – Fotogalerie von Christian Hottas

 

Der von Jørgen Steen Nielsen anlässlich seines Marathongeburtstages (42 Jahre, 195 Tage) ins Leben gerufene Falster Jagtmarathon am 20.11.2011 mit Start & Ziel in Idestrup war eine fantastische Veranstaltung!

55 Marathon- und 51 Halbmarathonläufer hatten sich angesagt und erlebten bei Temperaturen um 7-8 °C und November-Nebel (den die Sonne nur wenige Sekunden zu durchdringen vermochte) eine abwechselungs- und erlebnisreiche 21,1-km-Runde mit viel Abwechslung, darunter rund 6 km (losem) Sandstrand (pro Runde!).

Von Christian Hottas gibt es zu diesem Tagesausflug und Lauferlebnis der "Teichwiesen Friends On Tour" eine Fotogalerie, deren 142 Fotos über folgenden öffentlichen Link aufgerufen werden können:

24.11.11 23:30, kommentieren

Hamburg – Kleinbahn Wohldorf - Ohlstedt Marathon am 13.11.2011 – Fotogalerie von Christian Hottas

Vom Kleinbahn Wohldorf - Ohlstedt Marathon am Sonntag, dem 13.11.2011, gibt es auch eine Fotogalerie des Veranstalters, die über folgenden öffentlichen Link eingesehen werden kann:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.304739236205981.84286.100000097220437&type=1&l=8816ba24da

15.11.11 00:10, kommentieren

Randers / DEN – Bagerens Fødselsdags Marathon ’ælte-i-ælte’ am 11.11.11 – Fotogalerie von Ch. Hottas

Vom Bagerens Fødselsdags Marathon "ælte-i-ælte" am Freitag, dem 11.11.11 (Start um 11.11.11 Uhr) in Randers / DEN gibt es eine Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.304041502942421.84198.100000097220437&type=1&l=d93c42fe98

15.11.11 00:05, kommentieren

'Der Lauf des Lebens – Woche für Woche' – DIE WELT vom 07.11.2011

URL: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13701950/Wenn-zwei-Maenner-mehrmals-um-die-Welt-rennen.html

DIE WELT vom 07.11.2011 – Seite 31 – HAMBURG

Siehe auch WELT Online vom selben Tag (in gekürzter Fassung)

Der Lauf des Lebens – Woche für Woche

Mal eben um die Welt rennen. Zwei Männer aus Hamburg haben es mehrfach geschafft. Drei Marathons wöchentlich sind normal

JÖRG HEUER

Sie als skurril, speziell oder sonderbar zu bezeichnen ist sicher nicht übertrieben und auch keine Beleidigung. Sie sagen selber schmunzelnd über sich, sie seien „ganz schön durchgeknallt“ oder, wie der Hamburger Horst Preisler (76), ehemaliger Chef der Personalabteilung im Unfallkrankenhaus Boberg, „sicher ein wenig verrückt“. 218.000 Kilometer hat der Rentner „auf dem Tacho“. Nicht auf dem seines Autos, er besitzt gar keins. Er führe seit Jahrzehnten genauestens Buch, sagt er: „Über alle meine Trainingsläufe, Marathons und Ultramarathons. Ich bin da äußerst akribisch und absolut ehrlich.“

760 Strecken in 64 Ländern auf fünf Kontinenten hat er bereits in den Beinen und auf dem Buckel. Einen Marathon abgebrochen, weil er nicht mehr konnte, habe er nur ein einziges Mal. „Das Finishen ist natürlich immer das Sahnehäubchen“, erklärt der Marathonmann.

Der Lauf auf der Chinesischen Mauer, der von Hiroshima nach Nagasaki, der in der Arktis, der auf Tahiti, New York- und London-Marathon – Preisler ist überall mitgerannt. Und natürlich hat er keinen einzigen Hamburg-Marathon ausgelassen. „Ehrensache für einen geborenen Hamburger Laufenthusiasten“, sagt er. Sein Rekord bei einem Sechs-Tage-Rennen beträgt beeindruckende 661 Kilometer, bei einem 48-Stunden-Lauf hat er mal 214 Kilometer geschafft. Und was die Anzahl seiner absolvierten Marathon- und Ultramarathonläufe betriff, war Preisler seit Mitte der 1990er-Jahre bis in den August dieses Jahres sogar der Weltrekordhalter. Fünf Mal hat der Extrem-Ausdauerläufer die Erde schon umrundet. An diesem Sonnabend in Hamburg – beim Öjendorfer See Marathon – war er bereits auf Runde Nummer sechs unterwegs.

Doch seinen Weltrekord der meisten Marathonläufe ist er trotzdem los. Preisler wurde im August von einem anderen Hamburger Laufwunder, Christian Hottas, von der Spitze der Weltrangliste verdrängt. In den ersten sieben Monaten des Jahres hat er bereits 100 Marathons- und Ultramarathons absolviert, er kam in den vergangenen Jahren auf einen Jahresschnitt von fast 150 Marathons und hat dabei, wie er selber schätzt, 90.000 Kilometer (also auch schon gut zwei Erdumrundungen) Gesamtlaufleistung in den Beinen.

Hier beim Marathon rund um den Öjendorfer See am vergangenen Wochenende lief Horst Preisler seinen Marathon Nummer 1755. Für Christian Hottas (55), Sportmediziner mit eigener Praxis, war es bereits Marathon Nummer 1778. Der Jüngere setzt sich immer weiter vom Älteren ab. Allein in der vergangenen Woche ist Hottas, der 1986 seinen ersten Marathon bestritt, vier Mal die 42,195 Kilometer lange Strecke gelaufen: Mittwoch, Freitag, Sonnabend in und um Hamburg, am Sonntag in Dänemark. Es geht nicht um Zeit, Medaillen und Platzierungen. Es geht darum, ins Ziel zu kommen.

Die Mission der beiden Renn-Rivalen lautet: Laufen! Ihr Leben und Lifestyle ist: ein Dauerlauf. Und schnell wird klar – die beiden Marathon-Junkies leben in einer ganz anderen Welt, in der das Laufen Kick und Droge ist: Myriaden von Nervenzellen lassen Glückshormone strömen. Sie rauschen von Synapse zu Synapse, fluten das Gehirn. Die körpereigenen Opiate hellen die Stimmung auf, vertreiben Stress und Schwermut. Nachteil: Der Effekt hält nicht dauerhaft an. Wer Endorphin-Junkie bleiben will, muss regelmäßig rennen. Und das tun die beiden Hansestädter auch.

Horst Preislers und Christian Hottas Wege kreuzen sich immer wieder auf den Laufstrecken dieser Welt. Ob der alte Rekordhalter dem neuen neulich gratuliert hat? „Nein, wir haben das Thema nicht weiter vertieft“, sagt Christian Hottas süffisant lächelnd.

Beim Marathon im Öjendorfer Park im Süden Hamburgs (etwa 100 Teilnehmer) würdigten sich der Weltrekordler und sein Vorgänger nur wenige Blicke. Um 8.00 Uhr ertönte das Startsignal. Preisler, schlank, gebeugter Oberkörper, schlurfender, Kraft sparender Schritt, zog ganz alleine seine Runden. Hottas, gedrungen, ebenfalls unorthodoxer Laufstil, rannte gemeinsam mit der Hamburgerin Christine Schroeder (53) um den See. Runde um Runde. Christine Schröder, gelernte Krankenschwester und Sachbearbeiterin im Jobcenter, läuft erst seit 2007. Doch seitdem einen Marathon nach dem anderen. Sie ist längst Mitglied des „100 Marathon Club Deutschland“. „Die 42,195 Kilometer machen mich einfach nur glücklich“, erklärt sie. „Der Marathon ist für mich der beste Weg hin zum persönlichen Wohlbefinden.“ Genau das, sagen sie, empfinden auch Preisler und Hottas.

Am frühen Nachmittag, nach 5:39,46 Stunden, kommt Horst Preisler glücklich ins Ziel gewankt. Ein paar Minuten später trudeln auch Weltrekordler Christian Hottas und Christine Schroeder lächelnd ein. Äußerlich sah man den beiden Ultraläufern nichts an. „Alles eine Sache der Gewohnheit“, scherzte der Sportmediziner, in Gedanken wohl schon längst beim nächsten Lauf.

7.11.11 13:31, kommentieren

Ejer Bavnehøj / DEN – Danmarks højeste marathon am 06.11.2011 – Fotogalerie von Christian Hottas

Vom Danmarks højeste marathon mit Start & Ziel in Ejer Bavnehøj / DEN am Sonntag, dem 06.11.2011 gibt es eine Fotogalerie von Christian Hottas:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.303958336284071.84189.100000097220437&type=1&l=04effb61fc

15.11.11 00:02, kommentieren